B-Tina, das Wuki und der Rest der Welt

Das sind wir

Alleinerziehende Mutter eines Wukis zu sein, ist kein Grund zu jammern! Auch wenn Wuki die Kurzform von "Wutkind" ist, heisst das noch lange nicht, dass bei uns keine Harmonie herrscht! Eine relativ junge Mutter wie B-Tina zu haben ist aber auch nicht immer so lustig!
Umgeben von furztrockenen Nordlichtern befinden wir uns nicht nur mitten in Friesland, sondern ebenso mitten im manchmal etwas wuseligen Alltag!
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Das Wuki und der Texas Instruments TI Voyage 200

Von B-Tina | 2.Oktober 2008

Es ist eigentlich eine Frechheit! Da wird vom Kultusministerium oder von wem auch immer vorausgesetzt, dass die Abiturienten von Morgen, oder auch 2012 alle den gleichen Taschenrechner benutzen, auf den natürlich auch die Mathebücher ausgerichtet sind. Natürlich soll dieser schon in der 7. Klasse angeschafft werden und kostet mal so ganz entspannt um die 200 Euro. Nur der Rechner ohne Schutzhülle etc. …

Das ist doch Kungelei! Das stinkt doch zum Himmel!!! Die mauscheln doch alle unter einer Decke!

Natürlich gibt es eine Sammelbestellung, und natürlich können Hartz IV-Empfänger Unterstützung beantragen, aber 200 Euro sind generell eine Frechheit!

Wenn man an der Sammelbestellung teilnimmt, hat man einen Preisvorteil von 45 Euro! Man hat jedoch nur eine Woche Zeit, sich zu entscheiden und das Geld zu überweisen. Einziger Lichtblick ist dabei, dass es ebenfalls möglich ist, in 8 Raten zu zahlen- dadurch kann man zumindest den Rabatt in Anspruch nehmen und muss den ganzen Batzen Geld nicht auf einmal ablatzen!

Ich beziehe kein Hartz IV und bekomme auch keinen Unterhalt für das Wuki. Oh Stop! Das stimmt so nicht! Ich korrigiere: Der Kindsvater zahlt unter größten finanziellen Anstrengungen und Einschränkungen seinerseits…*hust*…monatlich 20 Euro! Die möchte ich ja nicht verheimlichen! *aufdiekniefall*

Soll heissen ich bin finanziell auf mich selbst gestellt, arbeite Vollzeit im Bereich Online-Marketing und bin ganz allein diejenige, die dem Wuki Kleidung, Schuhe, Klassenfahrten und weiss der Geier noch was finanziert! Wir können uns bedauerlicherweise keinen Privatjet leisten, der uns zu unserer Yacht in die Karibik fliegt! Schade eigentlich!

Es gibt auch Eltern die mehr als ein Kind auf dem Gymnasium haben, die selbstverständlich alle einen eigenen TI Voyage benötigen, weil der Matheunterricht teilweise parallel läuft! Auch wenn die Eltern recht gut situiert sind, sind die Kosten für den Taschenrechner nicht mal eben aus der Portokasse zu bezahlen!

200 Euro mal eben so für einen Taschenrechner auszugeben ist ziemlich heftig! Wenn man bedenkt was ein solides Laptop heute nur noch kostet…*kopfschüttel*

Heute mag der TI Voyage 200 noch ein Superding sein…doch was ist in drei Jahren? Gibt es dann vergleichbare Rechner für nen Appel und n Ei bei Tchibo?

Macht das Wuki überhaupt Abi oder schmeisst es die Schule nach der 10. Klasse, weil sie mit Buttertee und lustigen Zigaretten mit einem jamaikanischen Viehhändler auf Rucksacktour durch den Tibet schleichen möchte?

Nun bleiben mir noch ein paar Tage Zeit, um sich im Internet schlau zu machen, ob es noch eine Alternative zu dem Angebot der Schule gibt. Ist jemand anwesend, der mir einen heissen Tip geben kann? Also keine heisse Ware…keinen TI Voyage, der vom LKW gefallen ist….sondern einen heissen Tip, wo ich das Modell günstig und nach Möglichkeit mit Garantie und allem Schnödeldö beziehen kann???

Topics: Wir |

14 gaben ihren Senf dazu to “Das Wuki und der Texas Instruments TI Voyage 200”

  1. Joerg M. meint:
    2.Oktober 2008 at 08:51

    Über diesen Kaufbefehl für diesen Taschenrechner habe ich mich bei meiner Schwester Taz auch geaergert. Ich finde den Preis insbesondere deswegen aergerlich, das ein Netbook mittlerweile fuer 299€ zu bekommen ist, auf dem neben vernuenftigen mathematischen Tools (Mathematica, MathLab et al.) auch gleich eine Textverarbeitung und Internet installierbar oder vorhanden waeren.

    Aber mal einen Hinweis: In den USA kostet der Taschenrechner $172. Bei dem momentanen Dollarkurs waere das glaube ich interessant. Bin ja demnext in Las Vegas (HINT!HINT!HINT!)

  2. Nila meint:
    2.Oktober 2008 at 16:30

    Das MUSS für den Kauf des “besonderen” Taschenrechners, das gibt es bei uns in Österreich auch. Ganz ehrlich, wenn ich jetzt meine grauen Zellen mal (um diese Zeit) hochfahre, so kann ich mich schwer daran erinnern, dass meine Eltern mir auch so einen Texas-Dingsbums kaufen mussten. Auch ohne Förderung. Die es bis heute nicht gibt. Aber traraaaa in der Oberstufe wird dir dann wenn du Glück hast ein Laptop für WUKI vorgeschrieben.
    Lol, 20 Euo monatlich, der arme Papa. Hoffentlich übernimmt er sich nicht *grummel und böseguck*

  3. Winfried meint:
    2.Oktober 2008 at 22:40

    Ich wusste gar nicht, dass die am Gymnasium jetzt auch schon damit beschäftigt sind, das Higgs Boson zu finden! Ich hab meinen Mathe LK mit nem 30 DM Ding bestanden. Der hat mir auch an der Uni noch ausgereicht. Bei uns waren Taschenrechner, die mehr als nur Zahlen und ein paar Buchstaben anzeigen konnten, sogar verboten. Wir hatten sowas gefälligst selbst auszurechnen! :)
    Sicher, schön und hilfreich ist ein Taschenrechner, der auch Funktionsgraphen etc. anzeigen kann, schon. Aber so ein Teil vorzuschreiben und nur noch diesen zuzulassen, ist bei nem Preis von rund 150 Euro schon heftig.

  4. Winfried meint:
    2.Oktober 2008 at 22:46

    Apropos $172. Rechne mal Einfuhrumsatzsteuer und Zoll drauf, dann biste ohne Versand schon bei rund 146 Euro. Aus den USA bestellen lohnt sich also nicht.

  5. Wuki-Onkel meint:
    3.Oktober 2008 at 22:26

    Ich wollte Euch eigentlich gerade dazu raten, irgendeinen technisch-wissenschaftlichen Taschenrechner der 30-Euro-Klasse anzuschaffen und dessen Funktionalitäten einmal zu lernen. Bin ich doch davon ausgegangen, dass der Voyage nur ein Nachfolger des TI 30 Galaxy ist, der bis auf die großen Tasten nun wirklich nichts, aber auch gar nichs mehr an Features hat als das 30-DM-Gerät aus der gleichen Zeit.

    Aber der Voyage ist ein grafischer Rechner mit einem Basic-Interpreter und weiß der Geier was noch. 2,7 MByte Flash-ROM, 188 KByte RAM laut Wikipedia. Das ding ist ein (fast) vollwertiger Rechner und schlägt meinen ersten Computer in so ziemlich jeder Disziplin!

    Hallo? Geht’s noch? Sind die völlig IRRE? Was wollen die mit diesem Gerät IN DER SCHULE anstellen? Gibt es auch nur einen Lehrer, der versteht, was dieses Gerät alles kann?

    Mein Bruder studiert Maschinenbau(!), und selbst der braucht nicht so einen Monster-Rechner. (Ja, er schleppt einen kleinen, programmierbaren Sharp mit sich herum. Spielerei. Für die eigentliche Arbeit hat er einen LAPTOP!) Mein Informatik-Studium hab ich komplett mit einem nicht programmierbaren Billig-Taschenrechner bestritten.

    Was wollen sie mit dem Rechner anstellen?

    Für Mathe reicht durch das gesamte Gymnasium und weit ins Studium hinein ein einfacher technisch-wissenschaftlicher Rechner der 30-Euro-Klasse. Mehr Stoff KANN MAN im Gymnasium NICHT vermitteln. Erst recht nicht, nachdem das Gym um ein Jahr kastriert wurde. Das kann es also nicht sein.

    “Informatik light”? Prust! Mehr als fünf Minuten am Stück mit den Mini-Tasten zu arbeiten und auf dem Mini-Display ist eine Zumutung. Massenspeicher? Drucker? Netzwerk? Fehlanzeige! Scönes Wikipedia-Zitat aus dem TI-Basic-Artikel: “Im Vergleich zu dem 68k-Assembler, der in die Rechner integriert ist, sind TI-Basic-Programme sehr langsam. Besonders Ausgabebefehle verlangsamen die Ausführung, und auf Grund des geringen RAM-Speichers sind Rekursionen wie z.B. die Ackermannfunktion nur bedingt oder überhaupt nicht realisierbar, weder mit TI-Basic noch mit Assembler.” Das also auch nicht.

    Physik und Chemie? *Prust* Da bin ich bis zum Abi-Zeugnis mit den vier Grundrechenarten ausgekommen!

    Bio? Zehn Finger …

    Sprachen? Als Vokabeltrainer? Muahahaha! Vokabeln zu büffeln ist so ziemlich die dümmste Art zu versuchen, eine Sprache zu lernen. Und dann nicht mit einem 200€-Monster, sondern mit Karteikarten.

    Laberfächer? Öm, warum heißen die Laberfächer?

    Sport? Sport! Das ist es! Sport! Das Ding ist in grober Näherung diskusförmig und hat ein genormtes Gewicht. Die Flugeigenschaften dürften auch ganz gut sein. Du kaufst also Deinem Kind einen elektronischen Diskus!

    Ganz ehrlich? Kauf einen einfachen Technisch-Wissenschaftlichen Rechner vom Lebensmittel-Discounter (oder leih Dir einen aus meiner Sammlung), so lange Dir der Lehrkörper nicht erklären kann, wozu Dein Kind einen programmierbaren Taschenrechner benötigt. Frage, wie viele (oder an einem bösen Tag: welche) Programme der Lehrkörper für den Rechner entwickelt hat, und wann diese eingesetzt werden sollen.

    Während meiner Schulzeit waren programmierbare Taschenrechner übrigens VERBOTEN. Wir mußten noch den Kopf benutzen … ;-) Geschadet hat es mir bekanntlich nicht, ganz im Gegenteil.

    Alexander

  6. Flocke von Kroetengruen meint:
    5.Oktober 2008 at 10:52

    Empörung ist hier bereits genug und mit sehr guten Argumenten geäußert worden.

    Wenn ich das richtig verstehe geht das WuKi auf eine Gesamtschule, an der ihr noch sämtliche Abgangs-/Abschluss möglichkeiten offen stehen?

    Warum muss ein derart teurer Rechner dann jetzt schon angeschafft werden? Es muss doch reichen das Thema nochmal kurz vor Erreichen der gymnasiealen Oberstufe auf den Tisch zu bringen?

    Für mich klingt das doch sehr nach Kungelei. Übrigens hätt ich auch noch irgendwo den Rechner vom Lieblingssohn rumzuliegen. Damit hat er Abi gemacht. Ich such ihn euch gerne raus und schenk ihn euch.

  7. Winfried meint:
    5.Oktober 2008 at 18:11

    Bezüglich Sprachen lernen. Ich hab mir kürzlich den Langenscheidt Vokabeltrainer gekauft. Den gibts für verschiedene Sprachen. Das Teil finde ich zum Vokabellernen super. Sowas hätte ich mir damals in der Schule gewünscht. Man lernt damit deutlich schneller. Leider läuft die Software nur unter Windows.
    Zusätzlich kann ich noch eine Webseite zum Sprachen lernen empfehlen: http://busuu.com
    “Busuu is a social language learning service with full audio playback of words, phrases and sentences. You can connect yourself with native speakers around the world and improve your language skills together.”
    Und genau das finde ich super, sich mit Muttersprachlern auszutauschen und gemeinsam zu lernen.

  8. B-Tina meint:
    5.Oktober 2008 at 19:33

    @Jörg: Hint ist angekommen…Du müsstest den dann nur eventuell in den Chucks verstecken, die du ja auch schon mitbringen darfst …*zwinker*
    @Nila: Das Laptop würde ich tatsächlich sinnvoller finden!
    @Winni: Das Vorschreiben finde ich eigentlich am Schlimmsten! Ich habe mein Abi auch ohne so ein High-Tech-Gerät bestanden, wobei ich dazu sagen muss, dass wir uns damals auf Wunsch des Lehrers den TI30 Galaxy anschaffen mussten, den das Wuki bereits von mir geerbt hat. Der war zu damaliger Zeit mit 90 DM schon ein Gerät der Luxus-Sorte. Heute wäre er eher ein solider Taschenrechner, der absolut ausreicht.
    @Wukischwager: Wenn´s nach mir ginge, dürfte das Wuki meinen noch funktionstüchtigen TI30 Galaxy bis in alle Ewigkeit nutzen. Die Frechheit ist aber, dass der TI Voyage 200 als Lernmittel verpflichtend vorgeschrieben wird, sich Lehrstoff auf ihn ausrichtet und sogar die Mathebücher voraussetzen, dass man dieses absolut über das Ziel hinausgeschossene Ding besitzt. Im Sportunterricht wird er noch nicht genutzt! Ich gebe diese Anregung aber gern mal weiter!
    @Flocke: Das Wuki geht auf ein Gymnasium, schreibt gute Noten und ich würde mich freuen, wenn sie eines Tages ihr Abi in der Tasche hat. Ich finde es muss auch wirklich nicht sein, so ein Teil in der 7. Klasse anzuschaffen…wenn es überhaupt sein muss! Bis zum Abi ist das Gerät vielleicht schon schrottreif! Warum reicht es nicht, sich den Rechner anzuschaffen, wenn man in der Oberstufe Mathe-Lk gewählt hat? Eine kleinere kostengünstigere Lösung würde bis dahin absolut ausreichen. Man braucht den TI 200 Voyage einfach nicht, weil man sein Potential nie ausschöpfen würde.
    Ich frage mich ernsthaft, ob da Gelder geflossen sind. Von Texas Instruments an den Verlag der Mathebücher? Vom Verlag an den Kultusminister? ich weiss es nicht!
    Fakt ist, dass das Thema nicht nur an unserer Schule diskutiert wird, die sich angeblich als eine der letzten dazu durchgerungen hat, den Rechner verpflichtend ab 7. Klasse einzuführen.

  9. anna meint:
    7.Oktober 2008 at 08:57

    so ein schwachsinn. wer braucht ueberhaupt so einen taschenrechner. also ich habe mathe echt geliebt. und abi war ein klacks. aber mal ehrlich alles mathe jenseits der neunten klasse wird sowieso nur von 10 prozent gebraucht. und das mathe das die restlichen 90 prozent benutzen, kann man auch gut mit dem werbegeschenk taschenrechner auf die reihe bekommen (naja nicht ganz, aber beinahe). alles schmarrn und da wundert man sich, das viele das einfachste kopfrechnen nicht mehr hingekommen. du arme. fast ne halbe monatsmiete. echt ne frechheit.

  10. han-ri meint:
    29.November 2008 at 00:31

    zunächst mal: gleichgesinnte zu treffen und die eigene wut nicht alleine ausdampfen zu müssen tut gut.

    heute abend bin ich total ausgerastet. mein neffe, 550km weg von mir, als nachzügler mit seiner jetzt allein erziehenden mutter lebend, hat auch so ein ding verordnet bekommen, ich habs einfach nicht glauben wollen und den armen burschen übel beschimpft, daß er wieder mal seine arme alte mutter mit so einem schwachsinn aufs kreuz gelegt hat (macht der nämlich nicht ungern, weil er natürlich mit seinen fast 14 jahren ziemlich computerspiel/chat versaut ist).

    das schlimmste ist allerdings, daß sich die leute so was bieten lassen, ich habe gute lust, den schulleiter seines schimpansiums wenigstens telefonisch mir vorzuknöpfen, insbesondere weil der knabe es doch tatsächlich fertig gebracht hat, mir heute abend zu sagen, er könne keine zwei unbekannten aus zwei linearen gleichungen berechnen, wenn er den rechner nicht zur verfügung hat, einfach nicht zu glauben.

    genau das wird von ihm nämlich bei der nächsten mathe-arbeit verlangt. ja wie sind wir denn vor 40 jahren auf den mond geflogen? wenn ich mich recht erinnere hatten wir damals noch rechenschieber - und den habe ich heute noch täglich am mann, und benutze ihn auch.

    und jetzt noch eine anekdote über die segensreiche wirkung von solchen rechenzwergen: vor fast 40 jahren (ca.1972), als der hp35 als erster sog. wissenschaftlicher taschenrechner zum einführungspreis von knapp 3000 mark kam, kaufte meine abteilung auch drei solcher dinger. mit einem verschwand der abteilungsleiter für mindestens eine woche in der versenkung, um sich an der sagenhaften leistung des geräts zu laben, desselbigengleichen auch der stellverbrecher des chefs mit dem zweiten gerät ward er längere zeit nicht gesehen. das dritte ding lief in der abteilung um, nach wenigen wochen bekam ich es in die finger und tauchte ein ins taschenrechner-nirwana. es hat keine woche gedauert, bis folgendes passierte: ich wollte die schwierige aufgabe 2hoch3 angezeigt bekommen, kam sogar in irgendeiner rechnung so vor, und bekam 7,999999999 (die dinger hatten damals noch keine rundungsroutine, wenn sie solche aufgaben über den logarithmusumweg lösten) zu sehen. und jetzt kommts: sklavisch schrieb ich den quatsch ab, merkte aber gerade noch, daß ich innerhalb von tagen offenbar reichlich verblödet war und habe fortan weitestmöglichen abstand von den wunderdingern gehalten, meinen rechenschieber möchte ich nicht missen, auch wenn ich der einzige bin, ich weiß, was ich dran habe (z.zt. habe ich einen von veb mantissa mit doppeltlogarithmischen skalen, ein gedicht!) und das funzt nur, wenn tatsächlich vor inbetriebnahme von hand- und mundwerk das gehirn eingeschaltet wird, sonst geht gar nichts.

  11. arne meint:
    23.Februar 2009 at 21:31

    Da moechte ich als selbst Betroffener auch mal meinen Senf dazu geben: ich musste in meiner Schulzeit auch so ein Ding anschaffen, damals noch den TI-83 fuer ich glaube 150 DM, ich glaube in der 8. Klasse. An der ganzen Schule gab es damals vielleicht einen oder 2 Lehrer, die damit halbwegs umgehen konnten, die anderen haben das Ding im Unterricht ueberhaupt nicht genutzt. Ich hatte das Glueck, nicht nur die Lehrer zu bekommen, die das Geraet eingesetzt haben, sondern die nebenbei auch vernuenftigen Unterricht gaben und uns erklaert (und von uns erwartet) haben, dass wird das alles auch per Hand rechnen koennen — und ich habe Mathe-LK belegt, aber hatte ich nicht den Eindruck, dass der Stoff ohne den Rechner nicht lernbar gewesen waere. Klar war der Rechner eine Hilfe, insbesondere das Graphen-Zeichnen kann schon ganz sinnvoll sein, aber dafuer reicht auch ein deutlich guenstigeres Modell als der im Posting erwaehnte Voyage 200.

    Im Abitur (erster Jahrgang mit Zentralabitur) war ich folglich auch reichlich enttaeuscht, dass die Aufgabenstellungen groesstenteils in der vorgesehenen Zeit und mit dem Niveau unseres Kurses nicht ohne Rechner loesbar waren — die Integrale waren so kompliziert, dass eine haendische, exakte Berechnung nicht moeglich war, stattdessen sollte stumpf mit der dafuer vorgesehenen Funktion des Rechners approximiert werden. Wie Leistungskurs-Niveau kam mir dieses Abtippen-und-Ergebnis-aufschreiben jedenfalls nicht vor.

    Waehrend der Schulzeit wurde der Rechner von denen, die damit umgehen konnten, uebrigens vor allem fuer einfache Computerspiele (Tetris, Breakout usw.) verwendet, wenn der Unterricht mal zu langweilig wurde, die von den wenigen, die sich das damals noch optional erhaeltliche (und voellig ueberteuerte) PC-Link-Kabel dazugekauft hatten, in den Pausen fleissig verteilt wurden. Eine wirklich sehr sinnvolle Sache also, diese Rechner …

  12. Höhere Mathematik? | B-Tina, das Wuki und der Rest der Welt meint:
    13.März 2009 at 11:02

    [...] Kommentare arne bei Das Wuki und der Texas Instruments TI Voyage 200WuKu-Onkel bei Gute Reise, Onkel ErwinB-Tina bei B-Tina unter Starkstrom :o)B-Tina bei B-Tina, gib [...]

  13. Christoph meint:
    7.April 2009 at 22:48

    Prinzipiell ist der Voygae ein tolles Gerät - ich besitze seinen kleinen Bruder, den Ti 89 (selbe Funktionalität bei kleinerem Display und Gehäuse) - für das Studium mitunter sehr brauchbar. Allerdings mache ich mir Sorgen wie ein Schüler damit Differential- und Integralrechnung sowie Gleichungsumformung lernen soll - das kann aller der Taschenrechner… Ich frag mich was die Universitäten und Fachhochschulen in ein paar Jahren machen wenn die Rechenfähigkeiten der frischgebackenen Abiturienten ohne Taschenrechner auf das Niveau der siebten Klasse zurückfallen.

  14. Edith - Die Zauberin meint:
    16.Juni 2011 at 11:23

    Allgemeiner Tipp für größere Anschaffungen während der Schulzeit:

    Erstmal aktuelle Abiturienten fragen.* Die wollen die Sachen oft günstig loswerden und bis man Abi hat, reichen die gebrauchten (Wörter-)Bücher/Rechner/etc. auch. Wenn man dann tatsächlich Abi macht, kann man sich immer noch das neueste und zugelassene Modell von einer Jahrgangsstufe darunter für den einen Tag des Abiturs ausleihen.

    Das haben einige aus meiner Klasse und meine Geschwister teilweise auch so gemacht. Für jeden 2 dicke EINsprachige Wörterbücher à 80€ kaufen?! Wenn halt dann doch ein (unangekündigter) Test geschrieben wurde, musste man halt erst mal sein Geschwisterchen suchen oder der Lehrer gibt einem Ersatz. Die haben ja auch immer mindestens ein Exemplar. ;-) Wenn man als Eltern mit dem Lehrer am Anfang der Schuljahres diese Lehrmittelknappheit kurz mitteilt und als völlig normal ansieht und darstellt, dann gibt es da auch i.d.R. keine Probleme.

    *Die kann man natürlich auch schon vorher fragen, bevor der Lehrer einem eine Frist von gefühlten 2 Tagen gibt. Die wissen ja häufig was man so braucht. Vielleicht erwischt man auch jemanden, der einem die ganzen Sachen schenkt. Das kommt auch recht häufig vor. (Wenn man die richtigen Leute kennt.)

    Und zum Thema Taschenrechner: Ein wissenschaftlicher für 20€ oder http://www.wolframalpha.com/ oder Matlab auf dem Computer reicht vollkommen und bringt vermutlich mehr. Alles andere ist m.E. nur eine Krücke/Spielzeug mit der man nicht bzw. schlecht gehen lernen kann. http://www.youtube.com/watch?v=ZtIzEsfFKBU Die meisten Programme sollten auch auf höheren Modellen funktionieren… Tja, das passiert halt, wenn der Matheunterricht manchen zu langweilig ist. ;-) Viel Spaß!

Geschnacke